„NEIN ZUM KRIEG IN DER UKRAINE!!“:

 

"Kriegerenergie" lautete die Überschrift unseres ersten Männertages am 05.03.2022. Wie zynisch mochte diese Überschrift Anfang März dieses Jahres klingen? Jetzt dauert der Krieg in der Ukraine schon mehr als sieben Monate an. Und ein Ende des Krieges ist immer noch nicht in Aussicht. Der Begriff "Kriegerenergie" bekommt durch den Krieg in der Ukraine eine problematische Bedeutung.

Der Krieg liefert uns fortlaufende Bilder des Schreckens. Gerade wieder landesweite Luftschläge der russischen Luftwaffe gegen ukrainische Infrastruktur, aber vor allem gegen die Zivilbevölkerung. Zu beklagen sind Hunderte von Toten. Es bleiben verzweifelte, traumatisierte, schwer verletzte Menschen jeden Alters, Menschen, die in Kellern und Bunkera ausharren, um so dem russischen Bombensturm zu entkommen.

Wladimir Putin gehört vor das Internationales Kriegsgericht in Den Haag. Putin, beende diesen schrecklichen Krieg endlich im Herzen Europas. Es ist schon zu viel Blut geflossen.

 Die jüngst angeordnete Teilmobilmachung in Russland macht deutlich: Der russische Staat "benutzt" skrupellos die männliche Bevölkerung für seine nationalistische Expansionsdoktrin. Die gesamte ukrainische Bevölkerung soll vernichtet oder vertrieben werden. Die im Osten der Ukraine angesetzten Referenden verstoßen eklatant gegen das Recht der Völker auf Souveränität und Selbstbestimmung.

Russische Soldaten, verweigert euch massenhaft, opfert euch nicht den Großmachtinteressen einer kleinen Macht-Elite. Russische Mütter, stellt euch der Einberufung eurer Söhne als Reservisten entgegen. Westliche Demokratien, zeigt, dass ihr das in Grundgesetzen und Verfassungen verbriefte Recht auf Kriegsdienstverweigerung ernst nehmt, und gewährt russischen Deserteuren politisches Asyl.

 

Dieser und jeder Krieg auf der Welt bedeutet grenzenloses Leid, Verletzung, Vertreibung, Folter und Tod. Er hinterlässt eine vielfach traumatisierte ukrainische Bevölkerung. Aber auch immer mehr russische Soldaten und ihre Familien werden Opfer einer militärischen Vernichtungslogik. Der Preis, den viele Familien auch in Russland zahlen müssen, ist Tod, Verletzung und Verzweiflung.

 

Das ist nicht die Kriegerenergie, die ich meine! Dieser lebensverachtende Krieger ist nicht mein Ziel. Ich möchte eine Kriegerenergie in mir kultivieren, die auf Respekt und  Mitgefühl basiert, die den anderen nicht zerstört, sondern ihn aufbaut. Ich möchte eine Kriegerenergie entwickeln, die Stärke MIT dem anderen und nicht GEGEN den anderen entwickelt. Kriegerenergie so, wie ich sie verstehe, bedeutet Respekt vor dem eigenen Leben und vor dem meiner Mitmenschen. Es ist eine Energie, die nicht zerstört, sondern bewahrt.

 
Kein Mensch hat das Recht einen anderen Menschen zu verletzen oder umzubringen (Eugen Drewermann).

 

Es gibt einige Möglichkeiten, sich aus der Ohnmacht gegenüber diesem Krieg zu befreien und sich ihm entgegenzusetzen. Eine Möglichkeit ist, der Zivilbevölkerung mit Spenden zu helfen, z.B. beim Bündnis Entwicklung hilft oder der Aktion Deutschland hilft.

 

Andreas Dernehl (14.10.2022)