Über mich


Eigentlich war vor ungefähr zehn Jahren noch alles ganz schön: Verheiratet, zwei wunderbare Kinder, meine Frau und ich mit einem sicheren Job, ein Auto, ein Haus und jährliche gemeinsame Familienreisen. Es sah eigentlich nicht nach gravierenden Problemen bei uns aus. Das Wort Probleme gab es eigentlich auch gar nicht in unserem Sprachgebrauch. Und dennoch befand ich mich in 2010, also jetzt schon vor neun Jahren, in einer ziemlich schwierigen Lebenssituation. Bei mir explodierte irgendwann zweimal der Kessel. Ich ging an die Decke, weil ich immer größere finanzielle Probleme auf uns als Familie zukommen sah. Zum anderen hatte ich den Eindruck, dass das Zusammenleben immer oberflächlicher wurde. Nach einer ersten Trennung zwei Jahre zuvor und einem erneuten Zusammenkommen für einige Monate, sahen wir nur noch die Lösung in einer Trennung.

 

In den ersten Monaten nach der Trennung verlor ich beinahe den Boden unter den Füßen. Aufgefangen wurde ich in dieser schwierigen Lebensphase zum Glück durch eine psychotherapeutische Begleitung. Außerdem begegnete ich lieben Menschen in meiner Nachbarschaft ganz neu. Sie erzählten mir u.a. von ihren spirituellen Erfahrungen in Verbindung mit Buddhismus. Ich ließ mich mehr darauf ein und spürte eine bis dato fast unbekannte neue Lebenskraft in mir.

 

Mein Leben begann ganz langsam wieder mehr Konturen und Halt zu bekommen. Zurückgewonnene Energien konnte ich wieder stärker in meinen Lehrerberuf stecken. Aber es fehlte noch etwas, etwas, was ich in vielen Jahren meiner Ehe und Berufstätigkeit immer mehr verloren hatte: Die tiefe und natürliche Verbindung zu meiner Männlichkeit.

 

Ich begann mit verschiedenen Yoga-Seminaren (u.a. mit tantrischer Ausrichtung), fing an BioDanza und Nia zu tanzen, lernte neue Menschen kennen und folgte schließlich einer Einladung in eine Männergruppe. Und dadurch spürte ich ganz neue und wohltuende Impulse für mein Leben. Vor allem spürte ich eine Energie, die mich neugieriger machte auf das, was ich in mir neu zur Entfaltung bringen wollte und auch konnte.

Genau von diesen in den letzten sieben Jahren selbst erlebten Energien möchte ich etwas in meinen Männerseminaren weitergeben, beziehungsweise zurückgeben.