Zu meiner Person


Vor ungefähr zehn Jahren war noch alles ganz schön: Verheiratet, zwei wunderbare Kinder, meine Frau und ich mit einem sicheren Job, ein Auto, ein Haus und gemeinsame Reisen mit den Kindern. Nach außen heile Welt, aber nach innen brodelte es. Mein größtes Problem: Probleme gab es eigentlich nicht. Und doch gab es sie. Bei mir explodierte irgendwann zweimal der Kessel. Ich ging an die Decke, einmal, weil mich finanzielle Sorgen immer mehr plagten. Zum anderen hatte ich den Eindruck, dass ich die Verbindung mit meiner Frau immer mehr verlor. Nach einer ersten Trennung zwei Jahre zuvor und einem erneuten Zusammenkommen für einige Monate, sah ich zusammen mit meiner Frau nur noch die Lösung in einer endgültigen Trennung.

 

Die ersten Monate nach der Trennung wurden beinhart. In dieser Zeit hatte ich das Glück einer psychotherapeutischen Begleitung. Außerdem begegnete ich wunderbaren Menschen in meiner Nachbarschaft ganz neu. Mit ihnen entdeckte ich eine neue spirituelle, buddhistische Seite in mir.  Dieser Zugang verlieh mir lange nicht mehr erlebte Kräfte.

 

Mein Leben bekam wieder deutlich mehr Konturen. Mein Beruf als Lehrer begann wieder mehr Spaß zu machen. Und trotzdem fehlte noch etwas, was in den Jahren meiner Ehe und Berufstätigkeit immer mehr auf der Strecke geblieben war: Eine tiefe und natürliche Verbindung zu meinem Mann-Sein.

 

Es begann ein ganz neuer Weg, u.a. mit Yoga (auch mit tantrischer Ausrichtung), mit Tanz (z.B. BioDanza, Nia, Contact-Impro,...) und mit Fitness-Kursen. In dieser Zeit  bekam ich von einem Freund eine Einladung zu einer selbst organisierten Männergruppe. Diese Erfahrung gab mir wichtige neue Impulse auf meinem Männerweg. 2017 reifte die Entscheidung selbst Männerarbeit anzubieten. So würde ich etwas von den reichen Erfahrungen auf meinem Weg an andere Männer weitergeben können. Im Februar 2018 begann dann meine Männerarbeit mit einem ersten Männertag zum Thema: Aggressionen.